Schildi-Ranch

Panther SK / Geochelone pardalis:

Schutz:

Neben Einfuhrbeschränkungen durch das internationale Artenschutz-Übereinkommen CITES und zusätzlichen Importbeschränkungen in der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten wird die Pantherschildkröte zum Teil auch durch Gesetzgebung und Aufklärungsmaßnahmen der Bevölkerung in ihren Heimatländern geschützt. In Deutschland unterliegt sie dem Anhang B der europäischen Artenschutzverordnung, das heißt, sie darf ohne vorherige Genehmigung erworben und gehalten werden, aber der legale Erwerb ist den zuständigen Behörden mit Nachweis zu melden, desgleichen Nachzucht, Abgabe, Ortswechsel und Tod der Tiere.

IUCN, rote Liste, nicht gelistet.

CITES Anhang II. / B

Die Pantherschildkröte ist eine tropische Landschildkröte und kann über 50 cm und ein Gewicht von über 30 kg erreichen. Diese Art wird in zwei Unterarten gegliedert und besiedelt weite Teile des südlichen und östlichen Afrika, vor allem heiße und trockene Steppenlandschaften, kommt aber auch in Feuchtsavannen vor.

Die südafrikanische Pantherschildkröte, Geochelone pardalis pardalis, hat einen niedrigeren Rückenpanzer mit heller Grundfärbung. Jungtiere zeigen eine deutliche zentrale Zeichnung von zwei oder mehr Tupfen in den Schilden des Rückenpanzers. Männchen haben eine Panzerlänge von bis zu 38 cm, Weibchen bis zu 50 cm.

Die ostafrikanische Pantherschildkröte, Geochelone pardalis babcocki, ist hochrückiger und in der Grundfarbe des Panzers etwas dunkler. Die Schilde der Jungtiere weisen keine oder höchstens einen, meist mit dem Rand verbundenen Tupfen auf, und auch der Bauchpanzer ist schwächer oder gar nicht gezeichnet.                                                            

Bedroht ist sie vor allem durch Überweidung und Zersiedlung ihrer natürlichen Lebensräume, dient aber auch in weiten Teilen ihres Verbreitungsgebietes dem Menschen als willkommener Eier- und Fleischlieferant.

Die Pantherschildkröten sind wechselwarme Reptilien, die extreme saisonale und Tagestemperaturschwankungen durch angemessene Verhaltensweisen minimieren müssen, um so eine geeignete Körpertemperatur aufrechterhalten zu können. Eine wichtige Rolle spielt bei dieser Art der Thermoregulation das Aufsuchen von der Jahres- und Tageszeit angemessen Unterschlupfmöglichkeiten. Während der heißen Jahres- beziehungsweise Tageszeit wird dichtere Vegetation bevorzugt, ansonsten lichtere. Darüber hinaus gewähren Baumstämme, Felsen und verlassene Tierbauten Schutz und Deckung. 

Sie sind in Bezug auf ihren Lebensraum mit Ausnahme von dichten Waldgebieten nicht wählerisch. Sie bewohnen trockene Halbwüsten, dorniges Buschland bis hin zu regenreichen Gebieten mit 1400 mm, von ebenen Savannen auf Meereshöhe bis in Höhenlagen von fast 3000 Metern. Pantherschildkröten sind verhältnismäßig ortstreu, bilden keine festen Reviere.  Von Männchen genutzte Gebiete sind zumeist kleiner als die der Weibchen.

Pantherschildkröten ernähren sich fast ausschließlich von Pflanzen, überwiegend Gräsern, Disteln, Seggen, Liliengewächsen, Früchten von Bäumen und verschiedenen Sukkulenten beziehungsweise Kakteen. Erhöhter Kalziumbedarf wird an verwitterten Knochen und mineralhaltigem Säugetierkot gedeckt. Hier sollte man daher ausreichend Sepiaschalen zur Verfügung stellen. In Anpassung an ihre trockenen Lebensräume haben Pantherschildkröten einen sparsamen Wasserhaushalt und können außerdem größere Mengen Wasser im Körper speichern.

Die Panther SK'en  sind Eierlegende, nicht Brutpflegende Reptilien, die die Bebrütung ihrer Gelege der Sonne überlassen. Aufgrund der unterschiedlichen Klimabedingungen im Verbreitungsgebiet variieren die Paarungszeiten etwas, finden aber überwiegend im Sommer statt. Die Männchen werden dann aggressiver gegenüber Geschlechtsgenossen und versuchen sie durch Rammen gegen den Panzer zu vertreiben. Weibchen werden ebenfalls gerammt und gebissen, bis sie Kopf und Beine einziehen und stehen bleiben. Jetzt kann das Männchen aufreiten und die Paarung vollziehen. Dabei werden rhythmisch hustenartige Keuchlaute ausgestoßen, die die einzigen Lautäußerungen dieser Tiere sind.

Zur Eiablage, meist in der zweiten Hälfte des Sommers, hebt das Weibchen eine flaschenförmige Grube mit den Hinterbeinen aus und legt 5–18 hartschalige, runde bis leicht ellipsoide Eier. Insgesamt werden so drei bis sechs Gelege pro Jahr gelegt, in einem Abstand von etwa 22–31 Tagen. Die anschließende Inkubationszeit schwankt sehr stark, es wurden Brutzeiten in der Natur von 178–458 Tagen beobachtet. Meist erscheinen die Schlüpflinge von März bis April an der Erdoberfläche. Sie haben eine Größe von etwa fünf Zentimeter.

Haltung:

Es handelt sich bei diesen Tieren um sehr groß werdende, tropische Landschildkröten, die in Bezug auf Raumangebot, Heizkosten und Futter anspruchsvolle und teure Pfleglinge darstellen.

Sie benötigen einen im deutschen Winter auf tropische Lufttemperaturen von über 30 °C geheizten großen und aufwändig beleuchteten Terrarienraum, außerdem eine sonnige ausbruchsichere große Freilandanlage mit freiem Zugang zu einem stabilen, beheizbaren Gewächshaus.

Während ihrer "Regenzeit" (dem deutschen Sommer) kann man die Tiere sich selbstständig Futter in der Freilandanlage suchen lassen, rohfaserreiche Gräser (z. B. wilde Hirsesorten), Wildkräuter aller Art (Löwenzahn, Wegericharten, Lattich, Disteln etc.) sowie Blätter verschiedener Büsche und Bäume wie Roseneibisch (Hibiscus syriacus), Maulbeerbäume und junge Birken. Während der Trockenzeit im Winter werden ihnen hauptsächlich Heu und Heupellets angeboten, gelegentlich Gazanien, Tradeskantien und sukkulente Pflanzen wie Feigenkaktus, Fette Henne, Sanseverien, Kalanchoe- und Crassulaarten. Nur in Notfällen sollte auf Kulturpflanzen wie Salate und Gemüseblätter beziehungsweise Früchte zurückgegriffen werden. Obst, tierische Produkte oder gar unnatürliche Futtersorten wie Quark, Nudeln und eingeweichte Backwaren dürfen unter keinen Umständen angeboten werden. Als Ergänzung werden Kalk in Form von Eierschalen, Muschelgrit, Sepia, und täglich frisches Trinkwasser gereicht. Darüber hinaus müssen die Tiere während der Innenhaltung mit UV-Strahlen (Wellenlängenbereich um 300 nm) versorgt werden, damit sie das für den Kalkstoffwechsel notwendige Vitamin D synthetisieren können.

Quelle:Wikipedia

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